Arbeitshilfen für Pilgerleiter

Der Leitgedanke der Wallfahrtszeit 2018 lautet:

„SUCHE FRIEDEN“
„ZOEK VREDE“

Liebe Pilgerinnen und Pilger,

bis in unsere Zeit hinein scheint das Wort des um das Jahr 500 in Griechenland wirkenden Philosophen Heraklit „Der Krieg ist der Vater aller Dinge“ immer noch berechtigt zu sein. Leidvoll erleben wir, dass in den verschiedenen Kulturen und auf jeden Kontinent Kriege und gewalttätige Auseinandersetzungen mit all dem schrecklichen Leid, das Menschen dadurch erleiden müssen, an der Tagesordnung waren und es immer noch sind.

Gegen diese bedrückende Erfahrung setzt die biblische Botschaft das Wort „Friede“ – mehr als dreihundert Mal finden wir es in den unterschiedlichsten Kontexten im Alten und im Neuen Testament. Vor allem die Botschaft Jesu ist dabei ein Evangelium des Friedens. Bei seiner Geburt verkündeten Engel den Frieden auf Erden; Jesu Predigt vom Reich Gottes war eine Friedensbotschaft; sein Leben, das seinen Höhepunkt im Erlösungstod am Kreuz fand, ein Dienst am und für den Frieden; das erste Wort, das der Auferstandene an seine Jünger richtete, lautete:“Friede sei mit Euch!“

Wallfahrtsorte sind Orte des Gebetes, Orte der Begegnung, Orte des Trostes, Orte der Hilfe, Orte der äußeren und inneren Heilung, Orte des Friedens. Sie sind geistliche Orte, an denen der auferstandene und unter uns gegenwärtige Herr auch uns dieses vom Evangelisten Johannes überlieferte Wort zuspricht. Mit seinem Gruß schenkt uns zugleich zu einem friedvollen Leben, versöhnt mit sich selbst, mit den Menschen und mit Gott.

Auf diesem Hintergrund haben die Rektoren der Wallfahrtsorte im nordwestdeutschen Raum als Wallfahrtsthema für das Jahr 2018 das Motto des in Münster stattfindenden 101. Katholikentages aufgegriffen:

„Suche Frieden“

Der innere und äußere Friede, der durch Jesus in die Welt gekommen ist, ist Gottes Geschenk an uns. Pilger sind eingeladen, diesen Frieden zu suchen, sich von ihm ergreifen zu lassen und ihn weiter zu schenken.

Arbeitsgemeinschaft
der Wallfahrtsrektoren
im nordwestdeutschen Raum

Hinweis:

Einige Pilgerleiter/-innen stellen alljährlich ihre Texte, Gottesdienstordnungen, Gebete, Lieder und Fürbitten zur Verfügung, damit sie von anderen Pilgerleiter/-innen als Anregung für ihre eigene Wallfahrt verwendet werden können. Wir würden uns daher freuen, wenn möglichst viele Verantwortliche sich an dieser Plattform beteiligen und sie mit Inhalt füllen.

Bitte senden Sie Ihre Beiträge an die Wallfahrtsleitung, wir stellen das eingehende Material dann umgehend online.