| Wallfahrtsgebete |
Kevelaer birgt einen Schatz (© Alois van Doornick, Kevelaer)
Consolatrix Afflictorum: Ora pro nobis
Maria, dich lieben Maria zu lieben fällt manchem heut schwer! Wenn mancher doch etwas geduldiger wär! Sie dort anzusprechen, um Hilfe zu bitten, dabei hat doch mancher in Hektik erlitten
schon Schiffbruch mit eigener Unruh und Eile. Maria ist Trösterin mit Ruhe und Weile. Maria ist ansprechbar immer und viel, sie ist gern der Bittenden Hilfe und Ziel.
Sie gibt Bitten weiter, kennt menschlichen Schmerz, sie öffnet sehr reich echten Betern ihr Herz. Sie zeigt auf den Sohn und erklärt viel von ihm. Es müsst vor ihr Bild uns doch öfter hin ziehn!
Und lange hinschauen, Geschichten bedenken lässt tiefer den Blick uns zu Jesus hin lenken. Mit Perlen des Glaubens den Rosenkranz beten lässt helfend eintreten in Anderer Nöten.
Wir dürfen mit Andacht und Ausdauer gehen zu ihrer Kapelle. Sie will uns beistehen, gibt Rastlosen Ruhe, Gehetzten gern Halt: Maria so lieben wird helfen uns bald. Dein Christus: Uns ans Herz gelegt Maria, still am Wege, weilst wartend du im Bild ansprechbar, offen, leise: Wir kommen her gezielt. Du öffnest mit dem Mantel dich unsren Sorgen groß, du hältst ihn hin, der segnet, den Sohn aus deinem Schoß. Du lässt dein Lächeln leuchten uns hell von innen her. Im Anschaun deines Bildes, da suchen wir nach mehr: Dein Dasein lässt uns ruhen, dein Frohsein uns berührt; dein Sohn in allen Sorgen zum Neubeginn uns führt. Wir sehn bei dir versammelt der Sucher große Zahl: Leib Christi mit so vielen, Leib Christi auch im Mahl. Reich segne, was wir wirken in unsrer kleinen Welt. Von deinem Herz sei Jesus uns hell ins Herz gestellt.
Maria im Bild Maria, du strahlst aus ein anderes Licht, das auf dich fiel überraschend. Maria, du zeigst uns dein fröhlich Gesicht, trägst Jesus, vom Geist überschattet. Maria, du hältst für uns hin dort dein Kind, du hattest den kindlichen Glauben. Maria, bei dir ich die Ruhe tief find. Ich lass mir den Christus nicht rauben. Maria, halt du mir dein Kind weiter vor, wie stets es sonst war in den Jahren. Maria, lass fröhlich mich singen im Chor der Vielen, die hier bei dir waren. Wir sind im Bild, wenn wir dich sehn im Gnadenbild, Maria (Wilhelm Willms) Wenn wir zu deinem Bild hingehn, von draußen können wir dann sehn im Glas sehr deutlich spiegelnd klar uns selbst fast ganz mit Haut und Haar. Maria, hinterm Spiegelglas seh ich mich selbst ganz hell und scharf, seh mehr von mir als noch von dir: Willst du so etwas sagen mir?
Wenn ich’s bedenk, so seh ich’s ein: Dein Bild ist mir so winzig klein. Mein Bild im Spiegel ist so groß. Warum ist mir mein Ich groß bloß? Ist es, dass stets beim Beten ich zuerst bedenk, was angeht mich? Sind all die Sorgen, Fragen mein so groß und alles Andre klein?
Brauch Durchblick ich beim Beten mehr auf Tiefes, Echtes? Kommt daher das Ungenügen beim Gebet, weil mir mein Ich zu groß dasteht? Maria, klein im Gnadenbild, die Gnad erbitt ich bei dir mild: Gib Ein-sicht, Tief-sinn und Gespür für Gottes Weise täglich mir.
Lass hinter allem Glanz und Schein mir nicht verborgen sein sein Sein, dass Gott ich betend tief erblick, durch Oberfläche find zum Glück. Das spiegelnd Bild stellt neben dich wie in Kollage sichtbar mich: Im Bild sein lass mich immerzu, du Trösterin, du meine Ruh!
Maria, Trösterin der Betrübten in Kevelaer – gilbendes Bildchen im goldreichen Schrein Statt der Basilika vielfarbne Fülle birgt dich des Bildstockes eng-schöne Stille. Nicht hoch gepriesen willst du deinetwegen sein, stilles Bild, hältst uns Christus entgegen. Schau ich auf dich, dieses hauchdünne Blättchen, vorgestellt einfach auf hölzernem Brettchen, wie Hendrik Busmanns Kapellchen dich gab: Welch starkes Bild gibst du zeitlos uns ab!
Du scheinst zum Staub zu vergilben fast morgen, du, die empfangen Jahrhunderter Sorgen. Blätterndes Blättchen, nie alterndes Bild, goldreich kontrastet, du blickst auf uns mild.
Lässt dich das Gold nicht hervortreten ganz anders als irdischer Ewigwahn-Glanz? Nie nag an dir, zartes Bild, der Zeit Zahn! Lenk uns den Blick auf die ewige Bahn!
Zeig, still Gezeigte, uns zeitig neu an, wie dies dein Kind groß sich unser annahm. Maria, im kleinen Barock-Gnadenbild, wirk wunderbar weiter wirksam gezielt! Leg deinen bergenden Mantel um uns, zeig deiner still-leisen Mutterkraft Kunst! Gnadenbild, Gegenbild geldholder Zeit, hilf aus dem Staub uns zur Gott-Ewigkeit! Johannes Paul II. in Kevelaer (2. Mai 1987)
In Kevelaer nicht schummeln Kevelaer, das kleine Bildchen … – so war’s ihm im Kopf geblieben. Der verstorbne Papst mocht’ damals in dies Bild sich gleich verlieben. Dass ein bildbedruckter Zettel Zentrum wurd, das weit ausstrahlte, als Frau Mechel zwei Blaumeuser fürs Andenkenbild bezahlte, konnte keiner kühn erkennen, kann bis heute keiner fassen: Kevelaer blüht, die Zahlen steigen, Nachbarstädte gar erblassen … Aber in dem Kaufen, Rennen, Essen, Trinken, Tummeln, Bummeln wirkt das Bildchen wirksam wirklich nur für Pilger, die nicht schummeln: Klein, unscheinbar, immer wieder hilft im Zentrum gern und kräftig tröstend, stärkend still Maria, weist sich wahren Betern mächtig. Sie zeigt leis und schön sich allen, die sie suchen, fragend, klagend. Klein und liebevoll ihr Bildnis: Grade das ist so viel sagend. Singend preist Maria selber, dass Gott groß an ihr gehandelt, dass er Niedrige erhöht hat, Armut gern in Reichtum wandelt. Kevelaer, das kleine Bildchen – reich hat klein im Brot gegeben sich der Herr im heilgen Zeichen: Kleines wirkt oft mehr im Leben!
Kevelaer zieht Was macht so anzieh’nd diese Stadt? Was hat sie, was sonst niemand hat? Ist’s Flair, Kultur, Gemeinsinn gar, ist’s Fest und Feier Jahr für Jahr? Was hebt heraus sich deutlich mehr als anderswo, fragt man sich sehr. Sind es die Leute, die anziehn, ist es die Kunst, Musik schlechthin? Ist es der Charme, die Gastlichkeit, die Menschen hier an Kevelaer freut? Sind es die Straßen, Gassen schön, der Glocken, Orgeln helle Tön’? Sind es die Kirchen und Kapellen, die Kevelaer heraus mehr stellen? Ein Lächeln ist’s, das sicherlich nicht schöner findet sonstwo sich. Ein leichtes, innres Lächeln zart, das ist von ganz besondrer Art. Ein Lächeln, überregional anzieh’nd für Menschen überall. Dies Lächeln hat, wenn man hinsieht, Maria dort im Gnadenbild. Nicht nur das Kind ist Freude ihr, noch dass sie auserkorn dafür: Die Freude ist, dass sie uns gibt den Retter, der uns Menschen liebt. Sie freut sich, dass wir kamen her und gehn gestärkt, getröstet mehr. Gut, wenn wir zeigen andren nun nach dem gemeinsam schönen Tun dies Lächeln selbst mit leichtrem Mut: Ja, ein Besuch bei ihr tut gut!
A wie Anfang Leben heißt: immer wieder anfangen Im Anfang die Welt, im Anfang das Wort: Mit doppeltem A, du Maria, du Ort, ja Ort allen Anfangs der Allgegenwart des allmächtgen Vaters in menschlicher Art.
Du hilfst uns beim Anfang, zu finden sein Wort. Du bist uns im Suchen der richtige Ort, wo Gottes Anfangen wächst immer uns zu. Du Frau mit dem Kind, vom Beginnen sprichst du.
Dein Ausharren, Aushalten stark war und klar, Patronin der Anfangenden, nimm gut uns wahr! Zum A in dem Namen klingt i-Aufbruch schon, im klingenden i keimt vom Geist heller Ton.
Wie irdisch ist schwindend der Wille in uns: Beginnen gib stets uns und Auflebenskunst. Patronin der Anfangenden, Geist gib uns weit, im Anfang den Fortgang, im Ziel Ewigkeit!
Gegrüßet seist du, Maria Nicht im Goldglanz willst du erscheinen. Nicht hoch geehrt werden deinetwegen. Auf Händen willst du IHN tragen, auf deinen Händen zu den Menschen hin.
Darum sei dennoch gegrüßt, vergrößert und weit über alle herausgestellt, weil du hinter IHN zurücktrittst, weil du Gott in diese Welt kommen ließest, weil du IHN und seine Jünger umsorgt hast, weil du trotz allem an IHN geglaubt hast, weil du für uns ansprechbar bist, weil du Trösterin der Betrübten bist, weil du schmerzerfahren bist, weil du liebenswert bist, weil du SEINE Mutter bist, weil du Menschen bei IHM zusammenführst. Gegrüßet seist du, Maria. Du bist sehr zu begrüßen. Du bist wirklich groß-artig. Bitte für uns! Maria, wir dich grüßen Maria, wir grüßen dich herzlich im Lied und machen im Grüßen dich groß gern damit. Maria, dass grüßen wir hinschauend dich, vergrößert viel Glaubenssicht uns innerlich. Gestärkt wird beim Grüßen der Glaube uns mehr, als wir es erahnten vielleicht selbst bisher. Im Grüßen entwickeln wir Aufmerksamkeit, im Grüßen wird größer die Hellhörigkeit. Wir sehen dein Wirken, wir preisen dein Sein, denn dich hat Gott groß gemacht, die fühlt’ sich klein. Wir nehmen dich wirklich als Weisende wahr, die Vielen schon Helferin, Trösterin war.
Im Singen, Verehren und Beten willst du zurücktreten, so schenkst zurückgebend du uns Weitblick und Einsicht und Liebe zum Sohn, du zählst uns zum Glück nicht auf eignen Lohn. Du weist ins Geheimnis, du weitest den Blick, Maria, wir kommen zu dir gern zurück!
Ihr Name: Maria Wie viele Menschen tragen den Namen in der Welt? Wie viele Menschen fragen: Wo bin ich hin gestellt? Wie viele Menschen wollten ein Leitbild für sich sehn? Wie vielen Menschen sollten gut ihre Züge stehn? Wie viele Christen schauen auf ihre Lebensart? Wie viele Christen trauen dem, der ihr Kind dort ward? Wie viele Christen sehen in ihr ein Hoffnungslicht? Wie viele Christen gehen zu ihr im Leben nicht? Wie viele Leute kennen zu wenig ihre Kraft? Wie viele Leute rennen, sind abends ganz geschafft? Wie viele Leute müssten bedenken ihren Lauf? Wie viele Leute grüßten, sahn betend zu ihr auf? Wie viele Beter ruhen bei ihr sich manchmal aus? Wie viele Beter suchen den Trost in ihrem Haus? Wie viele Beter lassen sich führn zu Christus hin? Wie viele Beter fassen bei ihr mehr Lebenssinn? Wie viele Gläub’ge preisen ihr Leben täglich neu? Wie vielen Gläub’gen weisen die Worte hin zur Treu? Wie viele Gläub’ge richten an ihr sich göttlich aus? Wie viele Gläubge sichten durch sie des Himmels Haus? Wie viele Sucher binden sich so an Gottes Macht? Wie viele Sucher finden durch sie des Himmels Kraft? Wie vielen Menschen merkte man gut ihr Wirken an? Wie viele Menschen stärkte ihr Name lebenslang? Und das Wort ist Fleisch geworden … Und Maria und Josef haben kein Haus, nur eine Behausung gefunden Und Gott hat einen Menschen gefunden Und Maria hat´s himmlisch in den Ohren geklungen Und die Engel haben am Himmel und für die Erde gesungen Und die Hirten haben den guten Hirten gefunden Und der Ochs hat den bewegenden, heißen Atem gespendet Und der Esel hat sich zu dem, der alles trägt, gewendet Und die Schafe (und die Böcke!) haben sich beim Lamm Gottes eingefunden Und die Sterndeuter haben den schönsten Stern auf der Erde gefunden Und Krippe und Balken schützen den, der dann am Holz hängt, gebunden Und das Wort ist Fleisch geworden, denn Das W O R T hat einen O R T gefunden: unsere Welt und dich und mich! Geh wieder! Geh wieder hin in die Gnadenkapelle! Lasse die Hast, Sorge, Fülle, das Schnelle! Suche den Platz wie Maria im Haus! Setze als Hörender Gott dich dort aus! Grüße die Mutter, mach eins dich im Preisen ihrem Gesang, ihren lobenden Weisen! Fällt’s dir auch schwer, Beter, Magd, Hörer sein: Lasse auf ihre Art einfach dich ein! Schau auf das kleine Bild, Ziel für so viele! Lasse dich bilden, vertraut ihrem Stile! Kleine macht Gott groß, gut, glücklich und froh, Sünder erhebt er, befreit einfach so. Geh wieder! Sei bei Maria zur Stelle! Such deinen Platz in der Gnadenkapelle! Spür ihren Trost, ihre Kraft, ihre Art: Hörend und preisend wächst Neues dir zart.
Mit Sorgen kommen, getröstet gehen Gebet bei der Trösterin der Betrübten in den Sorgen der Mitmenschen Heilige Maria, mit vielen Betern kommen wir zu dir und freuen uns an deiner Nähe. Du bist die Trösterin der Betrübten. Nicht nur an unsere eigenen Sorgen denken wir, wenn wir zu dir kommen. Du weitest unseren Blick. Du weitest unseren Blick für die ganze Welt. Du weitest unseren Blick für deinen Sohn Jesus. Wir wollen für viele Notleidende hier solidarisch beten. Deine Fürsorge schätzen wir, deine Hilfe erbitten wir; den Geist, der dich überschattete, brauchen wir; auf deine Nähe zu Christus hoffen wir; auf deine Kräfte in der Herrlichkeit des Vaters bauen wir. Zu dir kommen die jungen und alten Menschen, dich ehren die großen Gruppen und die vielen Einzelnen, bei dir beten die körperlich Angeschlagenen und die seelisch Verwundeten, deinen Trost suchen die im Glauben Fragenden und die mit persönlicher Schuld Belasteten, an dir orientieren sich alle, die ewiges Leben suchen, deiner Hilfe vertrauen wir in der Stunde unseres Todes. Heilige Maria, Jungfrau aus Nazareth, Mutter Jesu Christi, Standhafte unter dem Kreuz, Zeugin der Auferstehung, Frau im Kreis der Apostel, Königin des Himmels, Vorbild, Fürsprecherin, Leitfigur unseres Glaubens, Helferin der Christen, Signal ewiger Zukunft, Consolatrix Afflictorum, du Trösterin der Betrübten für Millionen von Pilgern in Kevelaer, dich sprechen wir an: (Der folgende Ruf kann gebetet oder gesungen werden:) Wir rufen (singen): Bitt Gott für uns, Maria (aus GL 576) (Alternativ einfach auch: Bitte für uns) Du vereinst hier die vielen zur Feier des Glaubens, du zeigst deinen Sohn allen Versammelten, du gibst ein Beispiel der Liebe allen Suchenden, du schenkst deinen Schutz allen Angegriffenen, du hast mütterliche Kräfte für alle Kinder, du breitest den Mantel der Liebe aus über die in verschiedenster Art Verwundeten, du leitest zu Christus die Sehnsucht aller Suchenden, du schenkst stärkenden Geist allen Trauernden, du bist uns Anlass unserer gemeinsamen Freude, du stehst allen Sterbenden bei in der Stunde ihres Todes, du bist die Mutter der Barmherzigkeit für alle, die nach Vergebung suchen, du bist Ansprechpartnerin für alle Einsamen, du bist Beterin für alle Verstummten, du bist ein himmlisches Zeichen für alle Hoffnungslosen, du zeigst königliche Größe für alle Kleinen und Erniedrigten, du bist Fürstin des Friedens für alle kriegsbedrängten Menschen, du bist Ratgeberin für alle Ratlosen, du bist Hilfe für alle Kranken, du bist ein Ziel für die Pilger, du hilfst, Christus zu verstehen, du gibst Stärke allen, die das Kreuz anderer mittragen müssen, du kennst das Gefühl der vom Leben Gezeichneten, du stehst zu allen vom Leid Geschlagenen, du tröstest die vom Unglück Getroffenen, du beglückst die sehnsüchtig Suchenden, du bist ansprechbar für alle Sprachlosen, du bist da für alle Dankbaren, du singst mit allen das Lob unseres Gottes du trittst ein für alle Bittenden du sorgst mit für unser ewiges Heil du bist wirklich die Trösterin der Betrübten Wir beten das älteste Mariengebet: Unter deinen Schutz und Schirm fliehen wir, …
Eingehende Gedanken zum Gnadenbild der Consolatrix Afflictorum
Das Gnadenbild von Kevelaer ist höchstwahrscheinlich das kleinste und materiell wertloseste Gnadenbild der Welt, das aber Hunderttausende jährlich anzieht. Das von Hendrik Busmanns Frau Mechel zunächst als zu teuer abgelehnte und nachher mit Mühe beschaffte Papierbildchen der Mutter Gottes von Luxemburg hatten im dreißigjährigen Krieg Soldaten mitgebracht. Am Hagelkreuz auf der Heide nördlich des kleinen Dorfes Kevelaer hatte Hendrik Busmann die Stimme der Gottesmutter gehört, ihr dort ein Heiligenhäuschen zu errichten. Zusammen mit dem Pfarrer von St. Antonius setzte der Gelderner Kaufmann dann das inzwischen bereits viel besuchte Bildchen am 1. Juni 1642 in einen Bildstock ein, der 1654 mit der heutigen Gnadenkapelle umgeben wurde. Die bis in die heutige Zeit viel gespendeten Schmuckstücke überlagern die große Schlichtheit des vergilbten, aber sehr qualitätsvollen Papierbilds. · Der Zuspruch zu diesem unscheinbaren Bild erinnert an das Gebet Marias: Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut. · Vor dieses Bild haben bereits Millionen internationaler Beter ihre Anliegen gebracht. · Die kleinen Zeichen setzen oft größere Impulse als die medienwirksamen Shows. Der Druck ist als äußerst qualitätsvoll bezeichnet und Antwerpener Kupferstechern zugeordnet worden. Die damals erst gut 150 Jahre junge Druckkunst ermöglichte das Mitbringen solcher religiösen Andenken von bedeutenden Wallfahrtsorten. Sie galten als Schutzzeichen in Haus und Stall und dienten der persönlichen Frömmigkeit beim täglichen Beten. Von der gleichen Druckplatte existierte nur ein weiteres Bild noch bis zum ersten Weltkrieg in Luxemburg. Die Stadt birgt seit 1624 eine barock bekleidete Holzstatue der Gottesmutter mit Kind bis heute als Wallfahrtsbild (heute in der Kathedrale). Die Luxemburger Statue wiederum war ursprünglich geschnitzt aus der Eiche im Wallfahrtsort Scherpenheuvels (bei Diest in Belgien), wo das dortige Gnadenbild gefunden worden war. · In der Not des dreißigjährigen Krieges verbreitete sich die Kunde des jungen Wallfahrtsortes Luxemburg sehr schnell, auch durch solche neuartigen Papierbildchen. · Die sehr feine Arbeit zeugt von einer großen Verehrung für das Luxemburger Bild. · Unsere Massendrucksachen lassen solche Bilder heute leider viel zu wenig als Gebetsanregung wirken. Die Inschrift unten beschreibt das Bild als Abbild des vor der Stadt Luxemburg durch Wunder und Zulauf der Menschen berühmten Bildes der Mutter Jesu Christi. Damit setzt die Inschrift auch einen gegenreformatorischen Akzent, indem sie die Kunde von der blühenden Marienfrömmigkeit verbreitet. Die Zahl 1640 bestimmt die Entstehung des Kupferstichs als sehr kurz vor den Kevelaerer Ereignissen 1641/1642. · In den Verwüstungen und Unruhen des dreißigjährigen Krieges setzen Menschen ihre Hoffnung auf den Glauben und suchen Halt bei der Gottesmutter. · Theologisch richtig beschreibt die Inschrift Maria nicht als selbständige Helferin, sondern als Mutter Jesu. · Maria ist nicht Stadtheilige, sondern Landheilige: Sie ist Hilfe für die Nöte der einfachen Bevölkerung.
Der Mantel erzählt von der barocken Pracht- und Lebensfreude, mit der man die Königin des Himmels und Mutter Jesu zugleich feiert und sich ihr unterwirft. Verschiedene Festgarderoben wurden von hochgestellten Persönlichkeiten häufig den Gnadenbildern geschenkt und damit Fürbitte, persönlicher Glaube aber auch Demonstration der Katholizität verbunden. Dabei soll das Volk erinnert werden an das älteste Mariengebet aus dem 4. Jh.: Unter deinen Schutz und Schirm fliehen wir, o hl. Gottesgebärerin .... · Der dreifache Mantel spricht vom großen Schutz der Gottesmutter. · Die Linienführung geht nach oben: Wir dürfen Christus und den Himmel finden. · Gibt es einen vorstellenswerteren Christen als Maria? Der Schmuck umfasst nicht nur den hochkarätigen Brokatmantel, sondern auch die Haarpracht, die Königszeichen und die Ketten. Ein Diamantkreuz ist dem genauen Betrachter sichtbar. Das ganze Äußere zeigt die höfische Pracht der spanischen Niederlande zur Zeit Philipps II. und seiner Tochter Clara Isabella Eugenia, die den Wallfahrtsort Scherpenheuvel sehr förderte und reich beschenkte. · Maria wird präsentiert als die erwählte Gottes, vermählt mit Josef aus dem Haus des Königs David. · Die ganze Gestalt verweist auf den Sohn Christus, der am Kreuz die Welt rettet. · Marias Erhabenheit ist ihre Erhobenheit als Königin des Himmels. Szepter und Krone Maria ist mit der Blattkrone der adeligen Herkunft geschmückt und Christus mit der kaiserlichen Herrschaftskrone. Die Weltkugel, lässig vom Kind gehalten, darf nicht übersehen werden. Die eigentliche Aussage heißt: Gott wählt einen Königsweg, wenn er eine einfache Frau zur Gottesmutter macht und seinen Sohn zur Rettung der Welt mit der Dornenkrone am Kreuz sterben lässt. Die Sterne an der Krone verweisen auf die große Frau aus der Offenbarung des Johannes: Dann erschien ein großes Zeichen am Himmel: eine Frau, mit der Sonne bekleidet; der Mond war unter ihren Füßen und ein Kranz von zwölf Sternen auf ihrem Haupt. (Offb 12,1) Die Original-Luxemburger Madonna hat – verdeckt durch den barocken Mantel – einen Mond unter den Füßen. · Geburt, Kreuzestod und Marienkrönung werden in e i n e m Glaubenszeugnis dargestellt. · Maria ist durch den Sohn befähigt, uns die Krone des Himmels zu ermöglichen. · Maria ist durchscheinend für die Herrlichkeit Gottes. Maria ist d a s Zukunftszeichen. Die Gesichter sind sehr präzise geschnitten und freundlich dargestellt. Maria ist jung und blickt uns direkt mit einer von innen durchscheinenden Freude an. Das Kind hat den Himmel im Blick, den Himmel für die Menschen. So ein Anblick ist einladend und wirksam. · Maria blickt uns an, als hätte sie nicht nur einen Augenblick für uns Zeit. · Maria stellt nicht sich zur Schau, sondern will etwas herüberbringen. · Allein so viel jugendliche Frische in den beiden Gesichtern belebt den Betrachter. Die Stadt Luxemburg erscheint links hinter der Madonna mit ihren Toren und Türmen. Die Namensnennung präzisiert lokal die Wirksamkeit Marias wie der Name Nazareth oder Bethlehem in der Geburtsgeschichte. · Gott wirkt an geschichtlich fassbaren Orten in geschichtlich fassbaren Menschen. · Gott errichtet sein Haus in vielen Kirchen und in vielen Städten. · Maria ist die Patronin der Stadt Luxemburg. Die Kapelle wurde zur Aufnahme der Figur aus Scherpenheuvel vor der Stadt auf den Befestigungsanlagen gebaut und sieht aus wie die Wallfahrtskirche in Scherpenheuvel selbst. Der kenntnisreiche Betrachter sieht eine dreifache Wirksamkeit der Gottesmutter. Draußen vor der Stadt, wo die Kranken abseits lebten, wo die Stadt von eigenen Kräften verteidigt wurde und wo die Landleute in schlichter Frömmigkeit zu Maria direkt Zugang haben sollten, dort will sie bei den Menschen sein. · Bei Maria und ihrem Sohn gibt es kein binnenkirchliches Drinnen und Draußen. · Die Gottesmutter zeigt gerade der bedrängten Landbevölkerung die Rettung in Christus. · Maria zeigt sich auf den Schlachtfeldern dieser Welt als Mutter und Trösterin. Consolatrix – Trösterin und Fürsprecherin nennen alte Inschriften sie. Dabei darf bei diesem Titel das männliche Pendant (Consolor = Geist als Tröster) bei der geistüberschatteten Jungfrau nicht übersehen werden. Ferner steckt in dem lateinischen Wort das Wort Sol = Sonne. Wenn Christus die Sonne unseres Heils ist, ist sie das Mitgehende: Sie wird oft als Morgenröte (hinter der Sonne) des Heils bezeichnet. · Von der Verkündigung in Nazareth bis Pfingsten in Jerusalem spielt der Heilige Geist in ihr eine große Rolle. · Die Gebiete ihres Zuspruchs betreffen das Leben von der Geburt bis zum Tod, von den zugestoßenen Katastrophen bis zur persönlich begangenen Schuld. · Maria bringt mit Christus Sonne in die Welt. Afflictorum – der Betrübten Afflicti sind die im Leid Niedergedrückten, durch Krankheit Elenden, vom Krieg Heimgesuchten, mit Schuld Beladenen, unschuldig Verunglückten, im Ruf Beschädigten, körperlich Verletzten, im Gemüt Betrübten, psychisch Belasteten, von Katastrophen schwer Getroffenen, körperlich und geistig Behinderten, von Unglück Betroffenen, mit Sorgen Beladenen, hoffnungslos Heillosen, mit dem Schicksal ihrer Mitmenschen Geschlagenen, vom Leben Gezeichneten, usw. · Schon vor Entstehen der lauretanischen Litanei hat man die Gottesmutter wegen ihrer Leiderfahrung und wegen ihrer Christus-Nähe um Erlösung aus körperlichen und geistlichen Nöten angerufen. · Dieser Titel schließt Maria als Zuflucht der Sünder (Marienbaum) ausdrücklich ein. · Eine umfassende Hoffnung und eine intensive persönliche Beziehung kommen in der Gottesmutter zusammen. Das Kind wird öfter ganz vergessen, wenn man die Madonna beschreiben sollte ... Dabei tritt Maria hinter ihren Sohn zurück. Er ist es, der segnet. Er hat die wichtigere Krone. Zu niemand anderem will sie uns führen. Christus ist die Mitte, niemand sonst. · Sie schenkt der Welt Christus als Retter und Erlöser in all den genannten Nöten. Sie weist mit dem hingehaltenen Kind immer auf das Geheimnis der Menschwerdung Gottes hin. · Wenn sie uns Erwachsenen das Kind hinhält, dann zielt sie auf unsere Wachstumschance im Glauben und unser Erwachsenwerden für die Herrlichkeit des Himmels. · Sie will nur Background sein, Thron der Gnade, Sitz der Weisheit für Gottes, für Christi Wirken an uns. Zwölf Hinweise Maria zu ehren: - Mit ihr Jesus (be)suchen, - Mit ihr Gott besingen (Magnificat) - Mit ihr anderen Jesus zeigen - Kranke Menschen ihrer Mitsorge anvertrauen - Sich mit Maria im Gegrüßet seist, Maria verbinden - Den Angelus im frohen Gedenken an die Geburt Jesu beten - Mit dem Rosenkranz die Perlen und Schätze unseres Glaubens meditieren - Die Festtage Marias im Jahr bewusst mitfeiern - In Gottesdiensten Marienlieder singen - Die Gnadenkapelle und andere Orte des Gebetes vor ihrem Bild aufsuchen - Sie um eine gute Todesstunde bitten - Sie als Garantin und Helferin für unser ewiges Leben angehen Zum Nach-Lesen und Nach-Denken: Nachbetrachtungen zur Kevelaer-Messe Es lohnt sich, nach einem festlich erlebten Hochamt in Kevelaer noch einmal die Textinhalte genau anzuschauen, die seit Jahr und Tag mit den Pilgern internationaler Herkunft in verschiedenen Sprachen gesungen und gesprochen werden. Nicht ohne Absicht beginnt der Eröffnungsvers im Lateinischen mit dem gleichen Ave wie das Gegrüßet seist du, Maria. Im Weiteren finden Sie nach den einzelnen Gebets- und Schrifttexten der Kevelaer-Messe Anregungen zum Nach-Betrachten, die Ihre eigenen Gebete und Gedanken ergänzen wollen. Eröffnungsvers Sei gegrüßt, du unsere Hoffnung, Jungfrau Maria, Mutter des Herrn! Du bist der Ruhm Jerusalems, du bist die Freude Israels und der Stolz unseres Volkes. vgl. Jdt 15,9 Wer ins Haus kommt, sieht die Begrüßung als erste Aufgabe an. So auch im Kirchenraum. Mit vier Worten wird Maria gekennzeichnet: Sie ist uns Hoffnung, Ruhm, Freude und Stolz. Hoffnung: Pilger setzen Vertrauen auf zukünftige Hilfe in sie. Ruhm: Pilger stellen sie der nicht glaubenden Welt als vorzeigbare Repräsentantin dar. Freude: Pilger freuen sich selbst an ihr. Stolz: Pilger zeigen hohe Zufriedenheit über ihr Wirken für die Menschen. In vier Gruppen wird sie verehrt: Bei uns, in Jerusalem, in Israel, im Volk. Das jüdische Mädchen aus Galiläa wird in das Zentrum Jerusalem, in die Mitte des alttestamentlichen Gottesvolkes und ins Zentrum heutiger Kirche gestellt. Ihre Wurzeln ragen zurück ins Judentum, ihre Wirksamkeit reicht über die Gegenwart in die ewige Zukunft. So ist diese Frau sehr zu begrüßen.
Tagesgebet Vater des Erbarmens und Gott allen Trostes, dein Sohn hat am Kreuz die selige Jungfrau Maria, seine Mutter, auch uns zur Mutter gegeben. Höre auf ihre Fürsprache und schenke uns in allen Nöten deinen Trost und deine Hilfe. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unsern Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit. Amen. Das Tagesgebet leitet die Kraft des Erbarmens und des Trostes her vom Vater über den Sohn auf die Gottesmutter. Ihre Hilfe, die keine andere Kraft hat als die des lebendigen Gottes, bringt uns alle als betende Kirche wieder näher zu Gott. Maria dient mit ihren Kräften der Ver-Sammlung der Menschen bei Gott. Das Tagesgebet weist jede Marienfrömmigkeit, die losgelöst ist von der Christusverehrung und vom Ein-Gott-Glauben, weit von sich. Ein Gebet, das ökumenischen Charakter hat und sehr katholisch ist, weil die Sammlung aller beim Gott des Erbarmens erbeten wird. Wie jedes Tagesgebet führt es die Gemeinde am Beginn des Gottesdienstes gezielt von allen Außenerlebnissen in die Mitte des eucharistischen Geschehens. Erste Lesung aus dem Buch Jesus Sirach (24,17-22) (So spricht die Weisheit Gottes:) Wie ein Weinstock trieb ich schöne Ranken, meine Blüten wurden zu prächtiger und reicher Frucht. Ich bin die Mutter der schönen Liebe, der Gottesfurcht, der Erkenntnis und der frommen Hoffnung. In mir ist alle Lieblichkeit des Weges und der Wahrheit, in mir alle Hoffnung des Lebens und der Tugend. Kommt zu mir, die ihr mich begehrt, sättigt euch an meinen Früchten! An mich zu denken ist süßer als Honig, mich zu besitzen ist besser als Wabenhonig. Mein Andenken reicht bis zu den fernsten Generationen. Wer mich genießt, den hungert noch, wer mich trinkt, den dürstet noch. Wer auf mich hört, wird nicht zuschanden, wer mir dient, fällt nicht in Sünde. Wer mich ans Licht hebt, hat ewiges Leben. Das Buch Jesus Sirach gehört wie auch das Weisheitsbuch und das Buch der Sprichwörter zur Sammlung des Weisheitsgedankenguts Israels. Die Frau Weisheit ver weist auf den großen Gott. Die Lesung hat die poetische Sprache eines Liebesliedes. Bei der Frau Weisheit kann man Vieles lernen. Nie stellt sie sich selbst dar, sondern verhilft mit ihrer Nahrung, ihren Früchten, ihren Vitaminen dazu, das wirkliche Leben zu genießen: Gottesfurcht, Erkenntnis, Lebenshoffnung, Tugend, glückliche Zufriedenheit und zugleich innerliche Sehnsucht, Bewahrung vor Sünde und gute Einstellung und Hinordnung auf das Leben der Ewigkeit. Versuchen Sie, hinter der blumigen Sprache das Loblied auf die Lebenshilfe zu entdecken, die Maria denen geben kann, die sich von ihr (ver)führen lassen. Antwortpsalm (aus dem Buch der Psalmen 84,2.3.5-6.8.11a.12-13) Kv: Selig, die bei dir wohnen, Herr, die dich loben alle Zeit. Wie liebenswert ist deine Wohnung, Herr der Heerscharen! / Meine Seele verzehrt sich in Sehnsucht nach dem Tempel des Herrn. Mein Herz und mein Leib jauchzen ihm zu, ihm, dem lebendigen Gott. Kv Wohl denen, die wohnen in deinem Haus, die dich allezeit loben. Wohl den Menschen, die Kraft finden in dir, wenn sie sich zur Wallfahrt rüsten. Kv Sie schreiten dahin mit wachsender Kraft; dann schauen sie Gott auf dem Zion. Denn ein einziger Tag in den Vorhöfen deines Heiligtums ist besser als tausend andere. Kv Denn Gott der Herr ist Sonne und Schild. Er schenkt Gnade und Herrlichkeit; der Herr versagt denen, die rechtschaffen sind, keine Gabe. Herr der Heerscharen, wohl dem, der dir vertraut! Kv Der 84. Psalm steht nicht bei den sehr lesenswerten fünfzehn Wallfahrtspsalmen 120-134. Mit ihnen kann man schon ein ganzes Stück des Fußweges zubringen, wenn man zum Heiligtum unterwegs ist. Das wäre eine bereichernde Ergänzung zum Rosenkranz, wo wir die Perlen unseres Glaubens mit den verschiedenen Gesätzen bedenken. Als Zwischengesang der Kevelaer-Messe ist der 84. Psalm ein Loblied auf Gott, der sich finden lässt, der uns ankommen lässt, der uns ausruhen lässt, der uns stärkt zum Weitergehen, der sehr erfrischend ist. Hier sind wir bei Jesus, der zu Maria und Josef sagt: Wusstet ihr nicht, dass ich in dem sein muss, was meinem Vater gehört? (Lk 2,49) Der Zwischengesang ist ein Liebeslied auf die Nähe Gottes und die Freude der riesigen Gemeinschaft der Gläubigen im Haus des Vaters. Lesung aus dem zweiten Brief an die Korinther (2 Kor 1,3-7) Gepriesen sei der Gott und Vater Jesu Christi, unseres Herrn, der Vater des Erbarmens und der Gott allen Trostes. Er tröstet uns in all unserer Not, damit auch wir die Kraft haben, alle zu trösten, die in Not sind, durch den Trost, mit dem auch wir von Gott getröstet werden. Wie uns nämlich die Leiden Christi überreich zuteil geworden sind, so wird uns durch Christus auch überreicher Trost zuteil. Sind wir aber in Not, so ist es zu eurem Trost und Heil, und werden wir getröstet, so geschieht auch das zu eurem Trost; er wird wirksam, wenn ihr geduldig die gleichen Leiden ertragt, die auch wir ertragen. Unsere Hoffnung für euch ist unerschütterlich; wir sind sicher, dass ihr mit uns nicht nur an den Leiden teilhabt, sondern auch am Trost. Der Apostel schreibt seinen Brief an eine Gemeinde, die ihm wegen ihrer Zerstrittenheit und dem drohenden Glaubensabfall Sorge bereitet. Er wendet seine ganze geistige Kraft auf, um sie zu einen. Er bringt immer wieder sich selbst ein, der durch Gefangenschaft in Rom, Verhöre und Kerker leidgeprüft und leidenserfahren ist. Man spürt seine Passion für seine geliebte, aber ferne und trostbedürftige Gemeinde. Indem er von seinen eigenen Leidenserfahrungen berichtet und die erfahrene Stärkung durch Christus, versucht er die Verantwortlichen zu ermutigen und sie durch die Kraft der Passion Christi zu neuer Hoffnung zu bewegen. Diese Lesung ist natürlich auch die Vorbereitung auf das Evangelium von Maria unter dem Kreuz. Ihr Leiden mit dem Tod ihres Sohnes, ihre Standhaftigkeit, ihr Mitgehen bis unter das Kreuz und ans Grab stärkt jeden, der Verluste erleidet. Auch Verluste in Sachen des persönlichen Glaubens. Halleluja-Ruf vor dem Evangelium (vgl. Ps 30,8a.12) Herr, in deiner Güte stelltest du mich auf den schützenden Berg. Da hast du mein Klagen in Tanzen verwandelt, hast mir das Trauergewand ausgezogen und mich mit Freude umgürtet. Da wird mit diesem freudigen Halleluja-Ruf, der die gute Lebensnachricht – Evangelium heißt Frohbotschaft – im bevorstehenden Evangelium preist, das Psalm-Wort Maria in den Mund gelegt. Man versteht diese Verse aber erst im Blick auf Maria unter dem Kreuz auf dem Berg Golgota, wenn man die Zwischenverse zwischen diesen beiden Sätzen ganz mitliest. Ordensleute und geistliche Menschen nur, die täglich die Psalmen lesen, erkennen das sofort und verstehen, wie gut diese Gefühlslage auf Maria passt, die langsam das Heilswirken Gottes im Sterben Jesu begreift. So geht jede Kevelaer-Messe mit ihr durch das Tal der Tränen zur Freude an Gott, der aus dem leiblichen und geistigen Tod rettet. So heißt der Zusammenhang ganz: Herr, in deiner Güte stelltest du mich auf den schützenden Berg. Doch dann hast du dein Gesicht verborgen. Da bin ich erschrocken. Zu dir, Herr, rief ich um Hilfe, ich flehte meinen Herrn um Gnade an. Ich sagte: Was nützt dir mein Blut, wenn ich begraben bin? Kann der Staub dich preisen, deine Treue verkünden? Höre mich, Herr, sei mir gnädig! Herr, sei du mein Helfer! Da hast du mein Klagen in Tanzen verwandelt, hast mir das Trauergewand ausgezogen und mich mit Freude umgürtet. Am liebsten möchte man nun das Magnificat anschließen, das Maria singt: Meine Seele preist die Größe des Herrn ... Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut ... Siehe, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter ... Denn der Mächtige hat Großes an mir getan ... (Lk 1,46-55) Aus dem Evangelium nach Johannes (Joh 19,25-27) Bei dem Kreuz Jesu standen seine Mutter und die Schwester seiner Mutter, Maria, die Frau des Klopas, und Maria von Magdala. Als Jesus seine Mutter sah und bei ihr den Jünger, den er liebte, sagte er zu seiner Mutter: Frau, siehe, dein Sohn! Dann sagte er zu dem Jünger: Siehe, deine Mutter! Und von jener Stunde an nahm sie der Jünger zu sich.
Unter dem Kreuz Jesu steht die bis heute kleine Gemeinde Jesu, die auch heute viel von Frauen getragen wird. Unter dem Kreuz stehen die Zeuginnen des Leidens und der Auferstehung (vgl Mk Kap. 15 und 16) gleichzeitig als Keimzelle der Kirche. Maria steht wie beim Pfingstereignis (Apg 1) mitten darin. Jesus sorgt als einziger Sohn für sie Altersversorgung seiner Mutter, indem er Johannes seine Sohnesrechte überträgt und so eine neue Hausgemeinschaft stiftet. Damit schenkt er aber auch der jungen Kirche Maria für alle Zukunft als Mutter. Somit ist sie zugleich Vorbild im Leiden und Zeugin der Auferstehungshoffnung. Neben der testamentarischen Geste des Abendmahls ist dies das letzte Testamentsvermächtnis Jesu, bevor sterbend er seinen Geist übergibt (Joh 19,30) zugleich an den Vater und an seine Kirche, hier repräsentiert durch die drei Frauen. Gabengebet Herr, die Kraft des Heiligen Geistes komme auf unsere Gaben und mache sie uns zum Leib und Blut deines Sohnes. Er hat aus Maria, der Jungfrau, unsere Menschennatur angenommen. In dieser heiligen Feier schenke er uns sein göttliches Leben. Darum bitten wir durch ihn, Christus, unseren Herrn. Amen. Häufig wird von Gläubigen die eminent wichtige Herabrufung des Heiligen Geistes auf die eucharistischen Gaben direkt vor dem Einsetzungsbericht überhört: Sende deinen Geist auf diese gaben herab und heilige sie ... Das Gabengebet weist schon darauf hin und verbindet diese Geistmitteilung Gottes für unsere irdischen Gaben mit dem Gedanken der Herabkunft des Heiligen Geistes auf die Jungfrau Maria bei der Verkündigung und Menschwerdung Jesu. Gleiches bewirkt der gleiche Heilige Geist damals wie heute: Gott erneuert immer wieder seinen Bund mit der Menschheit. Wir feiern den neuen und ewigen Bund, für den Maria als Signal und Hilfe dasteht. Präfation In Wahrheit ist es würdig und recht, dir, Herr, heiliger Vater, immer und überall zu danken und dich bei der Gedächtnisfeier der seligen Jungfrau Maria, der Trösterin der Betrübten, mit gebührendem Lob zu besingen. Sie hat dein Wort mit unbeflecktem Herzen aufgenommen, in jungfräulichem Schoß empfangen, und, indem sie den Schöpfer gebar, den Anfang der Kirche begründet. Unter dem Kreuz ihres Sohnes hat sie das Testament seiner göttlichen Liebe empfangen und alle Menschen als Söhne und Töchter angenommen, die durch Christi Tod ewiges Leben erlangten. Sie wurde zum Bild der betenden Kirche, als sie ihr Flehen mit den Bitten der Jünger vereinte, als die Apostel auf die Ankunft des Geistes harrten, den du verheißen hast. Erhöht zur Herrlichkeit des Himmels, begleitet sie die pilgernde Kirche mit mütterlicher Liebe und lenkt ihre Schritte zur ewigen Heimat, bis der glorreiche Tag der Ankunft Christi hereinbricht. Darum preisen wir jetzt und in Ewigkeit dein Erbarmen und singen mit den Chören der Engel den Hochgesang von deiner Herrlichkeit: Heilig ... Wenige Marienpräfationen stellen den großen Wert der Gottesmutter für die Menschheit so gebündelt dar, wie dieser dichte Text. Man kann diesen Lobpreis eigentlich nur wieder und wieder beten, um damit Gott zu danken für den Weg, den er zu uns findet, und den Weg, den er uns durch Christus eröffnet. Man muss selbst den einzelnen Formulierungen nachspüren, um wieder mehr ein wenig vom großen Geheimnis zu verstehen, das wir durch die Person Marias als Ganzes in den Blick nehmen dürfen von der Menschwerdung an bis zur ewigen Herrlichkeit. Die Empfehlung lautet also hier: Lesen die den Text am besten mehrmals laut. Kommunionvers (Spr 8,34-35) Selig der Mensch, der auf mich hört und an meinen Türen wacht alle Tage und harrt an den Pfosten meiner Pforte. Wer mich findet, findet das Leben und schöpft das Heil vom Herrn. (Halleluja.) Und wieder gibt uns Frau Weisheit ihre Gedanken mit auf den Weg. Am Ende des Feierns, Hörens und Mahlhaltens, sozusagen im Hinausgehen an den Türpfosten nach dieser festlichen Eucharistie gibt sie uns ihre Ratschläge mit auf den Heimweg, die wir am besten im Zusammenhang nachlesen: Ich spielte auf seinem Erdenrund, und meine Freude war es, bei den Menschen zu sein. Nun, ihr Söhne, hört auf mich! Wohl dem, der auf meine Wege achtet. Hört die Mahnung, und werdet weise, lehnt sie nicht ab! Wohl dem, der auf mich hört, der Tag für Tag an meinen Toren wacht und meine Türpfosten hütet. Wer mich findet, findet Leben und erlangt das Gefallen des Herrn. Doch wer mich verfehlt, der schadet sich selbst; alle, die mich hassen, lieben den Tod. Die Weisheit hat ihr Haus gebaut, ihre sieben Säulen behauen. Sie hat ihr Vieh geschlachtet, ihren Wein gemischt und schon ihren Tisch gedeckt. Sie hat ihre Mägde ausgesandt und lädt ein auf der Höhe der Stadtburg: Wer unerfahren ist, kehre hier ein. Zum Unwissenden sagt sie: Kommt, esst von meinem Mahl, und trinkt vom Wein, den ich mischte. Lasst ab von der Torheit, dann bleibt ihr am Leben, und geht auf dem Weg der Einsicht! (Spr 8,31-9,6) Schlussgebet Allmächtiger Gott, im Sakrament, das wir empfangen haben, verkünden wir den Tod und die Auferstehung deines Sohnes. Schenke uns die Kraft, mit der Mutter Jesu unter dem Kreuz zu stehen und das Leiden ihres Sohnes zu teilen, damit wir auch teilhaben an seiner Auferstehung. Darum bitten wir durch ihn, Christus, unseren Herrn. Amen. Auch das Schlussgebet der Messe zeigt uns, wie intensiv wir mit Maria in die Mitte unseres Glaubens gelangen können. Schmerzerfahrungen werden nicht verdrängt, sondern gemeinsam mit ihr und ihrem Sohn getragen. Jede Eucharistie stärkt uns im Umgang mit dem persönlichen Leid, mit der Belastung durch begangene Schuld und mit den vielfältigen Unheilsnachrichten im Weltgeschehen. Vielleicht ist eine Betonung auf das Wort stehen zu sehen, wenn man auf Maria unter dem Kreuz schaut: Im eigenen Leid standhaft zu sein, zum Fehlenlassen der Liebe und zur persönlichen Schuld durch den Empfang des Bußsakramentes zu stehen, belastenden und belasteten Menschen beizustehen, gerade zu stehen bei religiösen Diskussionen mit Kritikern oder Gedankenlosen, aufzustehen gegen Unrecht, Auferstehungshoffnung zu zeigen mit Sterbenden. Das Schlussgebet erbittet die Gnade eines ganzen Wallfahrtstages für die Zeit daheim.
Glorreicher Rosenkranz: Wenn Himmel und Erde sich verbinden (Quelle: Kevelaer-Bruderschaft Eupen und Umgebung)
Wir beten den glorreichen Rosenkranz und bitten Gott, seinen Sohn und den heiligen Geist den weiten Himmel mit dem kleinen Fleckchen Erde, auf dem wir leben, zu verbinden. Herr, du guter Vater, nimm mich und uns alle auf in deine Liebe. Mein Dank wendet sich dir zu, dem ich alles verdanke: meine Auferstehung aus dem Alltag hinein in ein leben mit Dir.
1. Gesätz: Mein Aufstehen heute ebnet den Weg zur Auferstehung Herr, dein Wirken in unserer Welt gilt, das steht fest! Doch die Umsetzung ist auch meine Sache. Die Auferstehung Jesu richtet auf, der Auferstandene ermutigt zum neuen Leben. Hilf mir in meinen Mühen, damit Ostern seine Früchte bei auch mir tragen kann. Ich will nicht einfach nur liegen bleiben und mich nicht bewegen. Der "neue Weg", die frohe Botschaft, das Leben über den Tod hinaus bekommt durch mein Tun heute eine neue Chance in dieser zerrütteten Welt. Hilf mir, mich deinem Wirken zu öffnen. Vater unser Ave Maria: Jesus, der von den Toten auferstanden ist ... Ehre sei ...
2. Gesätz: Mein Leben von oben betrachten und neu einordnen Herr, deine Himmelfahrt legt uns ans Herz, uns über das Irdische erheben und zu schauen, was droben ist. Wir verlieren uns täglich neu in so vielen Nebensächlichkeiten, die so vergänglich sind. Mit deiner Himmelfahrt geht es nicht um eine Ortsveränderung, sondern um eine neue Art der Gegenwart Christi bei seinen Jüngern und in der Welt. Du wertest uns, du wertest mich auf, das Alltägliche mit neuen Augen anzusehen. Motiviere meine Liebe für dich in meiner kleinen Umgebung, weil du dich immer neu für mich engagierst. Du liebst diese Welt und willst sie heilen und heimholen zu dir. Vater unser Ave Maria: Jesus, der in den Himmel aufgefahren ist ... Ehre sei ...
3. Gesätz: Gott sendet seinen Geist der Liebe und heiligt so die Welt Ich bete dich an, Gottvater, der du mich erschaffen hast. Ich bete dich an, Gottsohn, der du mich erlöst hast. Ich bete dich an, Gott Heiliger Geist, der du die Liebe und unser BEISTAND bist. Du willst auch in schwierigen Lebensphasen unser Begleiter und Helfer sein. Das ist so unfassbar: Gottes Liebe nimmt nichts weg, sondern bestärkt, vergrößert, verbessert alles, was da ist, macht es fruchtbar und gemeinschaftsfähig. Daher gibt es keine bessere und ermutigendere Bitte als jene, uns seit alters her in die Wiege gelegt wurde: KOMM, HEILIGER GEIST und tu Dein Werk in uns und mit uns! Vater unser Ave Maria: Jesus, der uns den Heiligen Geist gesandt hat ... Ehre sei ...
4. Gesätz: Die Verheißung an Maria und ihr Ja führen direkt in den Himmel Herr, du rufst Maria hinein in den Himmel. Du sprachst und es geschieht etwas. Gilt das auch heute noch wie vor fast 2000 Jahren in Ephesus? Wenn du spricht, entsteht aus dem, was nichts war - oder nichts Gutes war - eine lebenswerte Welt für die Menschen, auch für mich? Ja, so ist es: Gottes Wort richtet auf, heilt und belebt ... wie eine Saat, die manchmal lange braucht, bis sie sichtbar Frucht bringt. Trauen wir dem Wort und behalten wir es im Herzen, wie Maria, und wir werden erkennen, es wächst und gedeiht und führt direkt in den Himmel. Vater unser Ave Maria: Jesus, der dich, o Jungfrau, im Himmel aufgenommen hat ... Ehre sei ...
5. Gesätz: Maria ist die Klammer zwischen dem Himmel und mir Herr, ich bin mir ganz sicher: Ohne Liebe ist das Leben irgendwie "begrenzt". Deine an Petrus gerichtete Frage geht heute an mich: Liebst du mich?" – Liegt meine Liebe zu dir nicht manchmal wie "auf Eis"? Sie rutscht bei jedem Stoß in unserem Leben aus - und fällt dann um? Ist der wahre Friede in uns selbst und in der Welt nicht auch die Frucht der Liebe? Herr, du guter Vater, das Leben aus der Liebe ist so wichtig und vielschichtig. Die Glaubenshaltung Mariens, die Mutter deines Sohnes und unserer Schwester im Glauben soll für alle Glaubenden ein Ansporn sein. Ihre "Krönung" im Himmel ist eine Ermutigung für uns. Darum gilt ihre Fürsprache für uns alle: Maria, Mutter des Lebens und Trägerin der Liebe: Bitte für uns! Vater unser Ave Maria: Jesus, der dich, o Jungfrau, im Himmel gekrönt hat ... Ehre sei ... Lasset uns bitten und beten: Volk Gottes, schäme dich nicht! Zeige Flagge in dieser Zeit! Suche deine Lebenskraft im heiligen Geist für deinen täglichen Weg! Singe ein Loblied auf den dich liebenden Vater, damit Er in deiner Freude wohnt und sichtbar sei in deinen Kindern. Halte fest an seiner Liebe! In Freude hat Er dir die Sorge um Sein Werk anvertraut. Deine Stimme soll sie zum Klingen bringen. Zieh dich nicht auf dich selbst zurück. Gott zieht sich auch nicht in sich zurück. Öffne dein Herz, mach es wie Er! Geh, schöpfe aus deinen Talenten und teile daraus aus, ohne zu rechnen! Bestehe als Gewinner die Prüfung dieser Zeit! Trag überall Gottes Namen hinein! Und wenn Er dich hart anstößt, wenn Er dich weckt: Vergiss es nicht: Du bist sein Leib in seinem Geist! Sei du sein Wunder von heute! Amen
Der lichtreiche Rosenkranz : Pilgernd unterwegs Wir beten den lichtreichen Rosenkranz.
1. Gesätz: Jesus, der von Johannes getauft worden ist
Die Taufe ist unsere Neugeburt, unser Neuanfang mit Christus. Alle unsere kleinen und großen Schwächen werden durch das Wasser der Taufe repariert und gleichzeitig gehören wir zur großen Glaubensfamilie Gottes. Mit ihm Aufbrechen, jeder Tag neu, ist sein Auftrag an uns. Aufbrechen, wie allmorgendlich auf unserem Pilgerweg steht symbolhaft für unseren Lebensweg, hin zu unserer ewigen Heimat bei IHM, in der Gewissheit, dass auch wir seine geliebten Töchter und Söhne sind. (Lk 3,22)
2. Gesätz: Jesus, der sich bei der Hochzeit in Kana geoffenbart hat
Wie gerne würden wir uns mal ausklinken, den ganzen Alltag Alltag sein lassen und der Welt den Rücken kehren. Aussteigen nennt man so etwas, aber nur sehr wenigen gelingt es wirklich. Auch Jesus sehnte sich nach Stille und Zurückgezogenheit, doch stand auch Er mitten im Leben, wie bei der Hochzeit zu Kana. Und mitten im Leben vollbringt Er sein erstes Wunder. Haben auch wir den Mut, aus der Stille heraus in unserem Alltag Wunder für unsere Mitmenschen zu vollziehen. An der Hand Mariens schaffen wir das: Was Er sagt, das tut! (Joh 2, 5)
3. Gesätz: Jesus, der uns das Reich Gottes verkündet hat
Von vielen Mitmenschen kennen wir die Einstellung, dass das ganze Leben, das Tun und das Ruhen, Gottesdienst und Gebet sein kann. Verkündigung ist nichts aufgesetztes. Mein Glaubenszeugnis wird mitten in der Welt gebraucht. Es hat seine Quelle in der Stille und das Gebet und trägt die Früchte des heiligen Geistes: Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut und Selbstbeherrschung. (Gal 5,22)
4. Gesätz : Jesus, der auf dem Berg verklärt worden ist
Das Gesicht ist das Spiegelbild der Seele, heißt es, und wenn es ihr gut geht, strahlen wir. Beten wir um eine offene Seele, die die Strahlen, die der Himmel uns sendet, aufnehmen kann und das sie für andere sichtbar werden. Sie ermöglichen uns, aus der innigen Verbindung mit Gott den Alltag zu meistern und unseren Mitmenschen Zeugnis von seiner Liebe zu geben. Ein Pilgerweg, wie der unsrige gibt uns dazu eine Chance, unser Gesicht verwandeln zu lassen und zu leuchten, wie die Sonne. (Mt 17,2)
5. Gesätz: Jesus, der uns die Eucharistie geschenkt hat
Wir sind nicht alleine – und Gott ist bei jedem Schritt mit uns unterwegs, den wir in Freiheit gehen. Sein Wort und seine Sakramente sollen uns Begleiter sein. Lassen wir diese Einsicht auf uns wirken, sie ist so groß, - (Pause) - beinahe unbegreiflich. Jesus wusste um seine Jünger und wie es oftmals unter ihnen menschelt. Darum hat er beim letzten Abendmahl sein größtes Zeichen getan. Er nahm Brot und Wein, segnete es, und sprach: Dies ist mein Leib, dies ist mein Blut! (Mt 26, 20-29) Seit dem Tag sind wir in der Nachfolge nicht mehr alleine – Er hat sich unfassbar sichtbar uns ausgeliefert und wir - (Pause) – machen mit Ihm, was wir wollen!
(Quelle: Kevelaer-Bruderschaft Eupen/D. Havenith)
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Maria, du Mutter Jesu. Gib mir ein Herz wie das deine: so schön, so rein, so unbefleckt. Ein Herz voll Liebe und Demut. Dann kann ich Jesus empfangen im Brot des Lebens. Dann kann ich ihn lieben, wie du ihn liebst, und ihm dienen in der leidenden Gestalt der Armen. Maria, mach mich zum Boten der Liebe Gottes und seines Friedens. (Gebet Mutter Teresas am 19. September 1987 in Kevelaer)
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| Rosenkranz |
Rosenkranz zu Ehren der zeitgemäßen Heiligen unserer Gegend Im nun folgenden Rosenkranz beten wir besonders zu all den Heiligen, Seligen oder heiligmäßigen Mitmenschen, die im 20. Jahrhundert gelebt und dessen Werk in unserer Gegend Entfaltung gefunden hat. Wir nennen den Gedenktag, den Namen und ggf. einige kurze erklärende Worte. Beim Rosenkranz dürfen unsere Gedanken und Gebete ruhig abschweifen: zu den angerufenen Personen, zu heiligmäßigen Menschen, denen wir auf unserem Lebensweg begegnet sind, und zu uns selbst: dass wir an der Hand Gottes seinem Ruf folgen, gleich wie sehr unsere Lebensplanung durcheinander geworfen wird. Denn: Gott meint es gut mit jedem von uns!
- Gesätz: Vater unser ...
In jedem Gesätz zitieren wir die angerufene Person ohne Daten, dann ein Ave Maria Ø 4. Dezember – Seliger Adolph Kolping (+1865) – Sohn eines armen Schäfers erlernte das Schusterhandwerk und kam nach Köln, wo er entsetzt über die menschenunwürdigen Lebensumstände beschloss, Priester zu werden. Er gründete eine Art Selbsthilfeorganisation, den Gesellenverein, der sich dem Industrieproletariat annahm. Ø 14. Dezember - Selige Franziska Schervier aus Aachen (+ 1876) – Gründerin der Armen Schwestern vom Hl. Franziskus, um die Not der armen Familien in der Industriestadt Aachen zu lindern Ø 11. März - Heinrich Hahn (+ 1882) – Arzt und Landtagsabgeordneter aus Aachen, gründete die Laienbruderschaft mit dem Namen Xaveristen, die die Missionstätigkeit der Kirche unterstützen Ø 8. Mai - Clara Fey aus Aachen (+ 1894) – Gründerin der Schwestern vom armen Kinde Jesu, gründete Kinderhorte und Waisenhäuser für das Industrieproletariat und Ausbildungsstätten für Mädchen. Auf Grund des Kulturkampfs zog sie von Aachen in das uns bekannte Simpelfeld. Ø 1. Oktober - Heilige Teresa von Lisieux (+ 1897) – Karmelitin, Mystikerin und Kirchenlehrerin unter dem Namen Teresa vom Kinde Jesu bekannt starb sie nach langen mit Gott getragenen Leiden im Alter von 24 Jahren. Ø 3. April - Josefine Koch (+ 1899) – Gründerin der Franziskanerinnen von der Heiligen Familie in Eupen, nachdem sie das Rekollektinnenkloster auf dem Heidberg verlassen hat, um sich der Pflege kranker armer Menschen in Eupen zu widmen. Sie wurde als Mutter Elisabeth die Gründerin des St. Nikolaus-Hospitals Ø 6. Juli - Heilige Maria Goretti (+ 1902) – eine junge Italienerin, die vom Sohn ihres Verpächters belästigt und anschließend mit einer Mistgabel so verletzt wurde, dass sie an den Folgen starb. Patronin der nach dem Krieg gegründeten St. Vither Mädchenschule. Ø 19. Juni - Selige Maria Rosa Flesch (+ 1906) – Die von ihr in Waldbreitenbach, nahe Trier gegründete Ordensgemeinschaft der Franziskanerinnen hat ihre Gründerin zu Lebzeiten bis weit über ihren Tod hinaus an den Rand geschoben und ihr Andenken aus dem Gedächtnis der Gemeinschaft gelöscht. Sie wurde 2008 selig gesprochen.
- Gesätz: Vater unser ...
Ø 28. Januar - Heiliger Josef Freinademetz (+1908) – Einer der gründerväter der Steyler Missionare, der zeitlebens in China das Wort Gottes verkündet hat. er identifizierte sich so sehr mit den Chinesten, dass er auch im Himmel ein Chinese sein wollte. Ø 15. Januar – Heiliger Arnold Janssen (+1909) – Der Gründer der aus unserer Nachbarschaft stammenden Steyler Missionare legte den Grundstein zu einem weltumfassenden Werk, dass durch die Verlagsaktivitäten (Stadt Gottes, usw;) bis heute finanziert wird. Ø 1. Dezember - Seliger Charles de Foucauld (+1916) – Ein aus der Armee entlassener französischer Söldner fand durch die Beobachtung des Gebets bei den Mohammedanern zum Christentum. Er trat bei den Trapisten ein, lebte in der Wüste und wollte die Tuareg missionieren. Er wurde von Aufständischen erschossen; erst 1936 griff man seine Idee wieder auf und gründete die kleinen Brüder Jesu. Ø 21. Oktober - Seliger Kaiser Karl I von Habsburg (+ 1922) – Der letzte Kaiser der Donaumonarchie versuchte durch christliche Lebensweise den Frieder im Vielvölkerstaat zu bewahren. Er scheiterte an den Folgend es 1. Weltkriegs. Ø 5. Oktober - Heilige Maria Faustyna Kowalska (+ 1938) – Sie hatte Anfang der 30 er Jahre im polnischen Plock marianische Offenbarungen, die zur verstärten Verehrung der Barmherzigkeit legte das neue Fest der göttlichen Barmherzigkeit auf den Weißen Sonntag fest. Papst JP II verstarb am Vorabend dieses Festes im Jahr 2004. Ø 20. September - Selige Maria Tauscher (+ 1939) – Die in Sittard nahe Roermond verstorbene Selige war Luteranerin, die zum katholischen Glauben konvertierte. Sie widmete sich verwahrloster Kinder zuerst in Berlin und nach der Vertreibung in den Niederlanden. Ø 14. August - Heiliger Maximilian Kolbe (+ 1941) – Franziskaner aus der Stadt Lemberg, heute Urkraine stammend hat sich durch intensive Pressearbeit der Christianisierung Japans gewidmet. Sein Tod im Hungerbunker statt eines Familienvaters ließ ihn zu einem der bekanntesten Märtyrer des Holocaust werden.
- Gesätz: Vater unser ...
Ø 9. August - Heilige Edith Stein, Patronin Europas (+ 1942) – Jüdin, Philosophin, Wissenschaftlerin, Atheistin, die sich zum Katholischen Glauben bekehrte und in den Karmeliterorden eintrat. Sie pflegte Kranke in Köln, wegen ihrer jüdischen Abstammung lebte sie im Kloster in Echt nahe unserer Pilgerstrecke. 1942 ist sie nach Auschwitz deportiert und vergast worden. Ø 5. November - Seliger Bernard Lichtenberg (+1943) – Priester, der im Nazideutschland öffentlich die Judenverfolgung anprangerte; 1941 wurde er verhaftet; er starb entkräftet auf dem weg ins KZ Dachau. Ø 21. Mai - Seliger Franz Jägerstätter (+ 1943) – Er weigerte sich wegen der Unvereinbarkeit des christlichen Glaubens mit dem Naziregime in der Wehrmacht eingezogen zu werden. Es folgte Verhaftung, Verhöre und die Verurteilung durch Enthauptung. Bis zur letzten Minute hätte der verheiratete Familienvater widerrufen können, was er nicht tat. Erst 1997 wurde das Todesurteil aufgehoben. Ø 23. August - Jean Arnolds (+ 1944) – Kaplan an St. Nikolaus, geistlicher Begleiter unserer Wallfahrt in den dreißiger Jahren. Wegen seines Eintretens für von den Nazis verfolgte ist er 1940 nach Montzen versetzt worden. Dort wurde er wegen Beihilfe zur Flucht mit seinem Vater festgenommen und nach einem Schauprozess in Berlin zum Tode verurteilt. Am Vorabend seines Namensfestes (Enthauptung Johannes des Täufers) wurde der große Marienvertreter in Berlin enthauptet. Er ist sicherlich neben Maria einer der wertvollsten Fürsprecher unserer Pilgergruppe. Ø 15. Januar - Seliger Nikolaus Groß (+ 1945) – Vater von sieben Kindern aus der Nähe von Oberhausen stammend, war Journalist und Gewerkschaftssekretär. Er kämpfte aus Glaubensgründen gegen die Nazis. Im Zuge der Verhaftungen nach dem Hitlerattentat wurde er gefoltert, verurteilt und erhängt. Ø 2. Februar - Alfred Delp (+1945) – Der Sohn einer katholischen Mutter und eines evangelischen Vaters wurde Jesuit. Seine Abneigung zum Nationalsozialismus war in seinen Predigten unverkennbar. Er setzte sich für verfolgte Juden ein und wurde Mitglied des Kreisauer Kreises, der das Hitler Attentat vorbereitete. Er wurde verhaftet, gefoltert und zum Tode verurteilt. Eine Todesanzeige wurde verboten. Ø 9. April - Dietrich Bonhoeffer (+1945) – Evangelischer Theologe, der sich als gläubiger Christ und Auto kritisch mit dem 3. Reich auseinandergesetzt hat, wurde drangsaliert. Nach jahrelangem Gefängnisaufenthalt wurde er von Hitler persönlich 1945 zum Tode verurteilt und am 9. April, einen Monat vor Kriegsende im KZ hingerichtet. Sein Lied Von guten Mächten ist wohl über die Konfessionsgrenzen hinaus das bindende Element mit diesem heiligmäßigen Mann. Ø 12. August - Seliger Karl Leisner (+1945) – Der große Heilige des Bistums Münster wurde nach dem Hitlerattentat festgenommen, weil er es mit den Worten Schade kommentiert hatte. Im Priesterblock des KZ Dachau wurde er schwerkrank vom Bischof Piguet aus Clermond-Ferrand zum Priester geweiht. Seine einzige Messe – die Primizmesse - zelebrierte er am 2. Weihnachtstag des Jahres 1944. Die Befreiung des KZ’s überlebte er nur um wenige Wochen.
- Gesätz: Vater unser ...
Ø Seliger Rupert Mayer (+1945) – 1. November: Der begnadete Prediger wurde wegen seiner Nazikritik auf der Kanzel als des 15. Nothelfer bezeichnet. Er starb nach vielen Denunziationen am Allerheiligentag 1945 während der Messe am Altar der Michaelskirche in München. Ø Seliger Clemens August Graf von Galen, der Löwe von Münster (+1946) – 22. März : Aufgrund seiner unbeugsamen Kritik am NS Regime wurde der Bischof von Münster auch der Löwe von Münster genannt. Einer Verhaftung entging er, weil die Nazis um die Loyalität der Katholiken und Münsteraner fürchteten. Er starb auf der Rückreise von Rom 1946, nachdem er zum Kardinal erhoben wurde. Ø Pierre Teilhard de Chardin (+1955) – 10. April : Der große Gelehrte wollte die Religion und die Wissenschaft zusammenbringen. Seine Grundidee war, dass der Kosmos auf die Schaffung des Menschen ausgelegt war, also göttliche Vorsehung war. Von der Kirche verurteilt wurden seine Bücher erst nach dem 2. Vatikanum freigegeben. Ø Seliger Johannes XIII-Angelo Roncalli (+1963) – 3. Juni: Der einfache Bauerssohn auf dem Stuhl Petri verstand sich als Josef, unser Bruder”. Er wurde im hohen Alter als Übergangspapst gewählt und hat die Kirche durch die Einberufung des Konzils nachhaltig verändert. Sein leib ruht unverwest für alle sichtbar in der Peterskirche in Rom. Ø Robert Schuman (+1963) – 4. September: Der luxemburger Vater Europas wurde gleichermaßen von der französischen und deutschen Kultur geprägt. Als französischer Minister und Außenminister brachte er die Aussöhnung zwischen Deutschland und Frankreich aber auch die Gründung der Europäischen Gemeinschaft auf den Weg dessen erster Parlamentspräsident er wurde. Ein Seligsprechungsverfahren ist für den gläubigen Katholiken eröffnet worden. Ø Albert Schweitzer (+1965) – 4. September: Der aus dem Elsass stammende evangelische Mediziner gründete in Lambarene, Französisch-Kongo ein Urwaldkrankenhaus. Er prägte den Begriff der Ehrfurcht vor dem Leben”; darin sah er zusammengefasst das Grundprinzip des Sittlichen: Gut ist: Leben erhalten, Leben fördern, entwicklungsfähiges Leben auf seinen höchsten Wert bringen. Böse ist: Leben vernichten, Leben schädigen, entwickelbares Leben niederhalten”. Ø Josef Kentenich (+1968) – 15. September: Er ist der Gründer der Schönstattfamilie nahe Bonn. In Maria sah er das Vorbild des Menschen in seinem Verhältnis zu Gott; sein Ziel war, diesen neuen”, marianischen Menschen zu formen. Josef Kentenich gründete mehrere Gemeinschaften für Priester, Familien, Männer, Frauen und Jugendliche. Ø Martin Luther King (+1968) – 4. April: Der evangelische Pfarrer und Bürgerrechtler steht wohl wie kein anderer stellvertretend für den Kampf der Rechte der Schwarzen und Farbigen in den USA und der westlichen Welt allgemein. Er wurde 1968 erschossen.
- Gesätz: Vater unser ...
Ø Heiliger Pater Pio (+1968) – 23. September: Der charismatische Priester und Prediger aus Mittelitalien trug seit 1918 bis zu seinem Tode die Wundmale Christi. Der Mystiker begann ab 1940 die Kranken und Leider der Pilger durch Handauflegen zu lindern oder zu heilen. Er ist ein Mystiker des 20. Jahrhunderts. Ø Heiliger Josémaria Escriva (+1975) – 26. Juni: 1928 gründete er in Madrid das Opus Dei”, in der Laien ihre Berufung zu geistlichem Leben, tätige Nächstenliebe und Heiligkeit im Alltag entdecken und leben. Dem Opus Die gehören heute weltweit 80.000 Mitglieder an. Ø Johannes–Paul I (+ 1979): Der 33 Tage Papst ist uns allen als der lächelnde Hirte der Weltkirche im Gedächtnis haften geblieben. Der einfache Mann aus Italien starb mit dem Vermächtnis, das wir Christen erlöste, fröhliche Menschen sind. Ø Oscar Romero (+1980) – 24. März: Als er 1980 den Ehrendoktortitel der Universität Löwen in Belgien verliehen bekam, sagte er in seiner Ansprache: Es gibt viele Menschen und Christen in El Salvador, die bereit sind, ihr Leben zu geben, damit die Armen Leben haben. Darin folgen sie Christus und machen ihren Glauben an ihn sichtbar. Sie sind eingefügt in die Welt - wie er, sie werden verfolgt und bedroht - wie er, sie geben ihr Leben - wie er, und so geben sie Zeugnis vom 'Wort des Lebens'.” Kurz danach wurde der Bischof von San salvador am Altar wâhrend einer Messe erschossen. Ø Marthe Robin (+1981) – 6. Februar: die bettlägerige Französin steht mit ihrem geistlichen Begleiter Père Finet am Ursprung der Foyer de charité et de lumière, der gemeinschaften von Priester und Laien, die der welt Zeugnis von der Nächsten- und Gottesliebe geben wollten. Ein solches Foyer de charité bestand bis vor kurzem in Moresnet Chapelle. Ø Selige Mutter Teresa (+1997) – 5. September: Die albanische Ordensfrau steht stellvertretend für die moderne Caritas der katholischen Kirche. Die Pflege der Menschen in den Slums von Kalkutta hat weltweites Aufsehen erregt. Ø Johannes-Paul II (+2004) – 2. April : Der wohl größte Papst der Neuzeit verstand sich als Brückenbauer zwischen Tradition und den Reformen des 2. vatikanischen Konzils. Sein unerschütterlicher Glaube und seine marianische Einstellung gaben ihm politisch, ökumenisch und sozial die Kraft, Missstände anzusprechen und Veränderungen herbeizuführen. Ø Frère Roger Schutz aus Taizé (+2005) – 16. August (evangelisch): Der Gründer der ökumenischen Gemeinschaft von Taizé hat wohl wie kein anderer die Jugend der Welt für Spiritualität und den Glauben begeistern können. 2004 erhielt er bei den Exequien für Papst JP II vom damaligen Kardinal Ratzinger als Prostestant die Hl. Kommunion. 2005 wurde er in Taizé ermordet. Quelle: Kevelaervereinigung Eupen und Umgebung 1804, Belgien
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