Lesung aus dem Buch Deuteronomium

Und Mose trug der vollzähligen Versammlung Israels den Wortlaut dieses Liedes vor, ohne etwasauszulassen: Hört zu, ihr Himmel, ich will reden, die Erde lausche meinen Worten. Meine Lehre wird strömen wie Regen, meine Botschaft wird fallen wie Tau, wie Regentropfen auf das Gras und wie Tauperlen auf die Pflanzen. Ich will den Namen des Herrn verkünden. Preist die Größe unseres Gottes!
Er heißt: Der Fels. Vollkommen ist, was er tut; denn alle seine Wege sind recht. Er ist ein unberirrbarer treuer Gott , er ist gerecht und gerade.
Denk an die Tage der Vergngenheit, lerne aus den Jhren der Geschichte! Frag doch deinen Vater, er wird es dir erzählen, frag die Alten, sie werden es dir sagen. Als der Hüchste die Volker übergab, als er die Menschheit aufteilte, legte er die Gebiete der Völker nach der Zahl der Söhne Israels fest; der Herr nahm sich sein Volk als Anteil. Jakob wurde sein Erbland. Er fand ihn in der Steppe, in der Wüste, wo wildes Getier heult. Er hüllte ihn ein, gab auf ihn acht und hütete ihn wie seinen Augenstern, wir der Adler, der sein Nest beschützt und über seinen Jungen schwebt, der seine Schwingen ausbreitet, ein Junges ergreift und es flügelschlagend davonträgt.
(Deut 31, 30-32, 1-4, 7-11)

Lesung aus dem Zweiten Timotheusbrief

Ich rufe dir ins Gedächtnis: Entfache die Gnade Gottes wieder, die dir duch die Auferlegung meiner Hände zuteil geworden ist. Denn Gott hat uns nicht einen Geist der Verzagtheit gegeben, sondern den Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit. Schäme dich also nicht, dich zu unserem Herrn zu bekennen, schäme dich auch  meiner nicht, der ich seinetwegen im Gefängnis bin, sondern leide mit mir für das Evangelium. Gott gibt dazu die Kraft. Er hat uns gerettet; mit einem heiligen Ruf hat er uns gerufen, nicht aufgrund unserer Werke, sondern aus eigenem Entschluss und aus Gnade, die uns schon vor ewigen Zeiten in Christus Jesus geschenkt wurde; jetzt aber wurde sie duch das Erscheinen unseres Retters Christus Jesus offenbat. Er hat dem Tod die Macht genommen und uns das Licht des unvergänglichen Lebens gebracht duch das Evangelium, als dessen Verkünder, Apostel und Lehrer ich eingesetzt bin. Darum muss ich auch dies alles erdulden; aber ich schäme mich nicht, denn ich weiß, wem ich Glauben geschenkt habe, und ich bin überzeugt, dass er die Macht hat, das mir anvertraute Gut bis zu jenem Tag zu bewahren. Halte dich an die gesunde Lehre, die du von mir gehört hast, nimm sie dir zum Vorbild, und bleibe beim Glauben und bei der Liebe, die uns von Christus Jesus geschenkt ist. Bewahre dass dir anvertraute kostbare Gut durch die Kraft des Heiligen Geistes, der in uns wohnt.
(2 Tim 1,6-14)


Aus dem Johannesevangelium

Viele der Jünger Jesu, die ihm zuhörten, sagten: Was er sagt, ist unerträglich. Wer kann das anhören? Jesus erkannte, dass seine Jünger darüber murrten, und fragte sie: Daran nehmt ihr Anstoß? Was werdet ihr sagen, wenn ihr den Menschensohn hinaufsteigen seht, dorthin, wo er vorher war? Der Geist ist es, der lebendig macht, das Fleisch nützt nichts. Die Worte, die ich euch gesprochen habe, sind Geist und Leben. Aber es gibt unter euch einige, die nicht glauben. Jesus wusste nämlich von Anfang an, welche es waren, die nicht glaubten, und wer ihn verraten würde. Und er sagte: Deshalb habe ich zu euch gesagt: Niemand kann zu mir kommen, wenn es ihm nicht vom Vater gegeben ist.
Daraufhin zogen sich viele Jünger zurück und wanderten nicht mehr mit ihm umher.
Da fragte Jesus die Zwölf: Wollt auch ihr weggehen? SImon Petrus antwortete ihm: Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens. Wir sind zum Glauben gekommen und haben erkannt: Du bist der Heilige Gottes.
(Joh 6, 60-69)